Erste Berliner Ordo-Gespräche
Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV), des Bundes katholischer Unternehmer (BKU) und der Konrad-Adenauer-Stiftung kamen Ende Juni rund 30 junge aktive und angehende Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kirche, Stiftungen und bürgerschaftlichen Organisationen sowie Medien in Berlin zusammen.
Gemeinsam bestritten sie ein intensives Gesprächs- und Diskussionsprogramm mit jungen Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Prominente Gesprächspartner waren unter anderem Philipp Mißfelder (MdB), Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands und Mitglied im CDU-Präsidium, Julia Klöckner (MdB), Verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), sowie Stefan Müller (MdB), Bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Jungen Union Bayern.
Ziel der Gespräche ist es, ein Netzwerk junger Führungskräfte zu knüpfen, die sich auf Grundlage der Christlichen Gesellschaftslehre für die ordnungspolitische Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft einsetzen wollen.
Prof. Dr. Nils Goldschmidt von der Universität der Bundeswehr in München und dem Walter-Eucken-Institut in Freiburg eröffnete die Gesprächsreihe mit einem prägnanten Vortrag über das Ordnungs-Denken in der Katholischen Soziallehre und der Sozialen Marktwirtschaft. Seine Ausführungen wurden ergänzt durch Beiträge von Waldemar Hötte, Geschäftsführer des Wittenbergzentrums für globale Ethik, und Prof. Dr. Ekkehart Reimer (Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Prinzipien des Europäischen und Inter nationalen Steuerrechts, Universität Heidelberg), der den BKU in steuerpolitischen Fragen berät.
Einigkeit bestand bei den Teilnehmern, dass das ordnungspolitische Denken in Politik und Wissenschaft wiederbelebt werden muss. Ohne die Wiederentdeckung der Ordnungsökonomik in der Volkswirtschaftlehre werde sich die notwendige ordnungspolitische Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft nur schwer verwirklichen lassen. Diese Auffassung vertrat Prof. Dr. Joachim Starbatty, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft und „Senior“ in der Gesprächsrunde. Ins gleiche Horn stießen Dr. Karen Horn vom Institut der deutschen Wirtschaft (Berlin) und PD Dr. Michael Wohlgemuth, Geschäftsführender Forschungsreferent am Walter Eucken Institut.
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