Katholische Studenten reagieren empört auf rassistische Entwicklungen in der Deutschen Burschenschaft
Die in der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) zusammengeschlossenen Verbände reagieren empört auf die Erwägungen der Deutschen Burschenschaft (DB), die für eine Aufnahme erforderliche „Zugehörigkeit zum deutschen Volk“ anhand von Kriterien der Abstammung zu definieren. Dazu erklären der Vorortspräsident des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV), Jan-Arnulf Breiderhoff, der Vorortspräsident des Kartellverbandes katholischer deutscher Studentenvereine (KV), Philipp Henning, der Vorortspräsident des Unitas-Verbandes (UV), Sebastian Sasse, der Ringpräsident des Ringes katholischer deutscher Burschenschaften (RKDB), Klaus Dockter sowie der Bundesvorsitzende der AGV, Bernd Schulte:
„Mit den rechtlichen Maßstäben zur Ermittlung der Zugehörigkeit zum deutschen Volk wurde in der Deutschen Burschenschaft eine rote Linie überschritten. Auch wenn die entsprechenden Anträge zurückgezogen wurden, beweist allein das Hervortreten dieses Gedankengutes eine neue Qualität. Für die rund 10.000 katholischen Studentinnen und Studenten in unseren Verbänden sind derartige rassistische Argumentationsstrukturen nicht hinnehmbar und eines Akademikerverbandes unwürdig. Wir verurteilen dies daher auf das schärfste und bekräftigen unsere Ablehnung jeglichen völkischen Gedankengutes und jeglichen Extremismus – auf der rechten wie auf der linken Seite.“
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