AGV-Dialogseminar in der Ewigen Stadt

22. März 2018

Es war eine spannende Zeit in der Ewigen Stadt: Papst Franziskus konnte am 13. März auf den fünften Jahrestag seines Pontifikats zurückblicken – Zeit für eine Bilanz, die die 14 Teilnehmer des „Rom-Seminars“ der Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) vom 11. bis 15. März mit interessanten Gesprächspartnern aus Kurie, Medien sowie den deutschen Chefdiplomatinnen beim Heiligen Stuhl und der Republik Italien ziehen konnten.

 

Höhepunkt der Tage im Zentrum der Weltkirche war für den AGV-Vorsitzenden und die Vorortspräsidenten war die persönliche Begegnung mit Papst Franziskus nach der Generalaudienz am 14. März bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz. Dabei überbrachte er die Grüße der AGV und gratulierte dem Heiligen Vater zum fünften Jahrestag seiner Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche, den er am 13. März begangen hat. Der Papst bedankte sich und bat: „Betet für mich!“
 
Aufruf zur Erneuerung

Eine erste Bilanz des bisherigen Pontifikats von Papst Franziskus spielte auch bei den Gesprächen der Seminarteilnehmer in Rom eine wichtige Rolle. So etwa bei der Begegnung mit Annette Schavan, seit beinahe vier Jahren deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, die die Seminarteilnehmer in ihre Residenz im noblen Stadtteil Parioli eingeladen hatte. Als Theologin und bekennende Katholikin erlebt sie aus nächster Nähe, wie Franziskus die Kirche verändert. Sie sieht das Pontifikat „als immer wiederkehrenden Aufruf zur Erneuerung“. Der Kirche rufe Franziskus das Zweite Vatikanische Konzil und den Ursprung des Christentums in Erinnerung. Seine Mahnung: Wir sind in Gefahr, dass unsere Ideen sich so von der Wirklichkeit lösen, dass sie die Menschen nicht mehr erreichen und nicht mehr verändern können. „Er möchte, dass seine Kirche in der Gegenwart ankommt und Verantwortung übernimmt“, erklärte Schavan. Papst Franziskus begreife sein Amt als Dienst an der Einheit und als Ermutigung für die Kirche. Vorwürfe aus konservativen Katholikenkreisen, der Papst weiche die katholische Lehre auf, kann die Botschafterin nicht nachvollziehen.  Der aus dem Erzbistum Paderborn stammende Kurienbischof Dr. Josef Clemens glaubt, dass Papst Franziskus im Vatikan „eine wahre Revolution“ ausgelöst hat, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könne. Als eine seiner Hauptaufgaben habe der Heilige Vater sich zum Ziel gesetzt, die Kurie zu reformieren.
 
Papst strebt eine Dezentralisierung der Kirche an

Bislang ging es vor allem um einen Umbau der vatikanischen Verwaltung. Der vatikanische Finanz- und Mediensektor ist umstrukturiert worden, zwei neue große Behörden, eine „für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen“ und die andere für „Laien, Familie und Leben“ sind entstanden.

Als weiteres Ziel strebe der Papst eine Dezentralisierung der Kirche an, sagte Bischof Clemens. In seinem programmatischen Schreiben Evangelii gaudium stellt Franziskus fest, dass eine übertriebene Zentralisierung das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik komplizierter mache, anstatt ihr zu helfen. Das bedeutet wohl, dass die Kompetenzen der Ortskirchen und der Bischofskonferenzen erweitert werden und dass sie künftig mehr Eigenständigkeit erhalten. Denn viele Entscheidungen könnten auf den pastoralen Einzelfall bezogen besser vor Ort getroffen werden.
 
Franziskus will Rolle der Laien stärken

Der Heilige Vater wolle auch die Rolle der Laien in der Kirche stärken und setze auf eigenständige Initiativen in der Laienarbeit, betonte Clemens, der bis September 2016 Sekretär des Päpstlichen Laienrates war. Der Rat wurde im Zuge der von Papst Franziskus initiierten Kurienreform dann in ein durch die Zusammenlegung mehrerer Räte neu geschaffenes „Dikasterium für Laien, Familie und Leben“ eingegliedert. Laien – und damit auch Frauen – bekommen unter Franziskus in der Kurie mehr Einfluss, bis in die Leitungsebenen. Kirche sei nicht bloß eine Elite von Ordensleuten, Priestern und Bischöfen, im Gegenteil, deren Aufgabe sei der Dienst in „geschwisterlicher Einheit mit dem ganzen Gottesvolk“, fordert der Papst in Evangelii gaudium. Franziskus verurteilt jede Art von Klerikalismus. Er setze auf Begleitung durch das Amt, nicht auf das Amt als Motor, stellte Josef Clemens fest.

Pater Dr. Norbert Hofmann SDB, Mitarbeiter beim Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen, dem „Ökumeneministerium“ des Papstes, hob den großen Stellenwert hervor, den Franziskus der Ökumene beimisst. „Ich stelle eine ganz große Sehnsucht der evangelischen Kirche Deutschlands nach Einheit fest. Diese Sehnsucht wird von uns Katholiken und vom Papst geteilt“, sagte der Salesianerpater. Man versuche ganz konkrete Schritte weiterzugehen. Das gelte etwa für die Frage der Öffnung der Kommunion für evangelische Ehepartner bei konfessionsverschiedenen Ehen. Für diese Diskussion habe Papst Franziskus in seinem nachsynodalen apostolischen Schreiben Amoris laetitia die Tür geöffnet und Wege aufgezeigt, wie mit pastoralen Situationen konkret zu verfahren ist. Man wolle jetzt auch Gespräche über das Eucharistie- und das Amtsverständnis sowie die Ekklesiologie intensivieren.
 
Starke Gesten in der Ökumene

Hofmann verwies in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen starken Zeichen, die Papst Franziskus in der Ökumene gesetzt habe, etwa die Beteiligung an der Feier des Reformationsgedenkens beim 70. Jahrestag des Lutherischen Weltbundes im Oktober 2016 im schwedischen Lund oder der angekündigte Besuch des Papstes im Juni in Genf beim Weltkirchenrat, der 2018 auf sein 70-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Damit wolle Franziskus das ökumenische Engagement der katholischen Kirche bekräftigen und die Arbeit des Weltkirchenrates in Genf würdigen.
 
Christen können niemals Antisemiten sein

Pater Hofmann ist innerhalb des Ökumenerates insbesondere für den Dialog mit dem Judentum zuständig. Er verwies auf das Konzilsdokument Nostra Aetate, das den Dialog mit den Juden eröffnet habe und weiterhin als Kompass Gültigkeit besitze. Er sprach sich strikt gegen Antisemitismus aus und betonte die Wichtigkeit des Dialogs mit den Religionen. „Wir Christen können niemals Antisemiten sein. Wir teilen mit dem Judentum dieselben Wurzeln“, stellte der Ordensmann klar. Er forderte gerade die junge Generation auf, sich gegen Antisemitismus, Intoleranz und Rassismus einzusetzen – auch ein Appell an die katholischen Studentenverbände.

Die Gespräche in Rom boten den Seminarteilnehmern auch die Gelegenheit, einen Einblick in den Aufbau und die Strukturen der päpstlichen Behörden zu nehmen. So auch beim Gespräch mit Prälat Dr. Winfried König, dem Leiter der deutschsprachigen Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat. Es ist sozusagen die Schaltzentrale der katholischen Kirche und Innministerium, Außenministerium und Staatskanzlei in einem. Es ist Verbindungsstelle nach innen, zu den einzelnen Dikasterien, und nach außen, zur „Welt“. Wegen ihrer zentralen Funktion gilt das Staatssekretariat als besonders einflussreich und der an der Spitze stehende Kardinalstaatssekretär gilt als „Nummer Zwei“ in der Hierarchie der Kirche – zurzeit der italienische Kardinal Pietro Parolin. Sein Posten ist eine der Schlüsselpositionen an der Römischen Kurie, die wesentlichen Einfluss auf die Umsetzung der (Kirchen-)Politik des Papstes hat. Es soll auch die Arbeit der Kurienbehörden koordinieren und zusammenführen.
 
Neue Herausforderungen erfordern Mentalitätsänderungen in Deutschland

Neben den zwei traditionellen Sektionen „für die allgemeinen Angelegenheiten“ („Innenministerium“) und „für die Beziehungen zu den Staaten“ („Aussenministerium“) hat Papst Franziskus kürzlich im Zuge der Kurienreform eine dritte Sektion „für den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls“ eingerichtet. Sie kümmert sich um das weltweit stationierte diplomatische Personal des Heiligen Stuhls. Dem Papst ist eine gute Ausbildung der Mitarbeiter sehr wichtig.
Prälat König referierte, dass die deutschsprachige Abteilung im Staatssekretariat vor allem der Verkündigung der Botschaft des Papstes im deutschsprachigen Raum dienen soll. Weiter stellte der aus dem Erzbistum Köln kommende Priester fest, dass unter dem argentinischen Papst die Kurie internationaler werde. Dies habe auch dazu beigetragen, dass seit dem Amtsantritt von Franziskus die Zahl deutscher Geistlicher in den vatikanischen Behörden zurückgegangen sei – bis in die Führungspositionen. Winfried König vertrat in dem Gespräch mit der AGV die Ansicht, dass sich in Deutschland Mentalitäten ändern müssten, wolle man den neuen Herausforderungen erfolgreich begegnen. Erste Versuche eines Umdenkens in den deutschen Bistümern würden im Vatikan aber schon registriert.
Vatican News statt Radio Vatikan

Die Kurienreform verändert auch die vatikanische Medienlandschaft. Pater Bernd Hagenkord SJ berichtete darüber bei einem Treffen mit den Seminarteilnehmern in einem der Studios von Vatican News, Nachfolgeportal des Auslandsdienstes von Radio Vatikan. Es umfasst aber neben dem bisherigen Hörfunk- und Text-Angebot noch weitere multimediale Inhalte. Radio sei in Europa nicht mehr das Medium, das die meisten Leute erreicht. „Deshalb müssen wir vielleicht vom Audio mehr zum Podcast hin und überlegen, wie kommen wir ins Netz und auf die Mobiltelefone“, begründete Hagenkord die Neuerungen.

Dazu hat Papst Franziskus 2015 ein Sekretariat für die Kommunikation gegründet, das in Zukunft für die gesamte Informationspolitik des Heiligen Stuhls verantwortlich zeichnet. Hier werden die vatikanischen Medienbereiche in einer neuen Struktur unter einheitlicher Leitung zusammengeführt, um den Erfordernissen des Sendungsauftrags der Kirche in der heutigen Kultur gerecht zu werden. Vatican News, das neue Portal des Heiligen Stuhls, will sämtliche Medienorgane in einem einzigen System digital zusammenfassen und soll „Zeichen einer Kirche sein, die sich auf den Weg macht“, sagte Pater Hagenkord. Ein wichtiges Ziel sei, den Wandel hin zu digitalen und sozialen Medien zu berücksichtigen und die eigenen Aktivitäten in Zukunft darauf auszurichten.

Die Redaktion besteht zunächst aus sechs Sprachabteilungen, deren neuer publizistischer Leiter Bernd Hagenkord ist. Nach und nach sollen auch die übrigen 34 Sprachendienste von Radio Vatikan eingebunden werden. „Das neue Format will nicht nur informieren, sondern auch eine Verständnishilfe im Licht des Evangeliums anbieten“, stellte Bernd Hagenkord heraus. Das Leitkriterium dabei sei „das Apostolat, die Mission, mit einer besonderen Aufmerksamkeit für die Situationen der Not und der Armut“. Es gehe um den Papst, um den Vatikan und um die Weltkirche. „Aus vatikanischer Perspektive, aber auch mit den Augen der deutschsprachigen Kultur und Kirche wollen wir auf Papst und Vatikan, Weltkirche und Glauben schauen. Denn dieser Blick lohnt sich“, betonte der aus Ahlen stammende Jesuit.
 
Papst schafft Freiräume für Veränderungen

Dient der Vatikan noch der weltweiten Kirche oder ist die Kurie zu sehr erstarrt und auf sich selbst bezogen? – Dies sei die Grundfrage von Papst Franziskus bei der Kurienreform und speziell auch der Medienreform. Die Medien funktionierten heute völlig anders als zu der Zeit, in der Radio Vatikan gegründet wurde. „Darauf muss man sich auch strukturell einstellen und da ist der Papst derjenige, der den Freiraum schafft, damit das passieren kann“, stellte Pater Hagenkord fest.
Das schaffe natürlich Unruhe und teilweise sogar offenen Widerspruch, aber damit auch Raum für Veränderungen. „Doch die sogenannte »Revolution« von Papst Franziskus hängt ja nicht von ihm allein ab, sondern das Ganze funktioniert nur, wenn wir alle mitmachen“, so der erfahrene Vatikan-Experte.

Im weiteren Blick auf fünf Jahre Pontifikat von Papst Franziskus stellte der Jesuit fest, dass die Medien sich langsam an den neuen Stil und die authentische Art des Papstes aus Argentinien gewöhnt hätten. „Der Papst ist nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung und das mediale Interesse an seiner Person hat nur wenig nachgelassen“, konstatierte Hagenkord. Papst Franziskus habe das Papsttum im positiven Sinne „entmythologisiert“. Franziskus habe mit seiner Art, das Amt zu führen, Räume geöffnet und neue Diskussionen ermöglicht. Er sei aber niemand, der dann ein Machtwort spreche. Dies sei nicht seine Vorgehensweise. „Er will Prozesse anstoßen, auch wenn er sie selbst vielleicht nicht zu Ende führen kann“, betonte Hagenkord. Bestand haben werde auf jeden Fall seine bescheidene Art der Amtsführung. Ebenso werde der andere Blickwinkel auf die katholische Weltkirche, in der die europäische Kirche eine vergleichsweise geringe Rolle spiele, bleiben. Dazu gehöre auch anzuerkennen, dass etwa eine Lockerung des Zölibats oder die Zulassung von Frauen zum Priesteramt in vielen Ländern nicht auf der Agenda stehen.

Nach Auffassung des Leiters des ZDF-Auslandsstudios in Rom, Alexander von Sobeck, strebt Papst Franziskus nicht in erster Linie einen Struktur-, sondern einen Gesinnungswandel an. Wichtig sei ihm eine Veränderung in der pastoralen Kultur. „Er will Aufmerksamkeit für Menschen in Not erreichen und dass wir ihnen barmherzig begegnen“, stellte der Fernsehjournalist fest. Im Mittelpunkt von Franziskus’ Bemühen stehe der Mensch in seiner konkreten Lebenssituation. Dafür setze er neue Akzente. So kritisiere er scharf das aktuelle Weltwirtschaftssystem und spreche von der „Diktatur der Wirtschaft“ und vom „Fetischismus des Geldes“. Nach fünf Jahren könne man noch nicht sagen, ob Papst Franziskus mit seinen Reformbestrebungen erfolgreich sein wird. Doch er gehe seinen Weg unbeirrt weiter. Nur eine arme Kirche an der Seite der Armen hat eine Zukunft, ist er überzeugt. „Aber er braucht noch Zeit, um seine Vision auch gegen Widerstand aus den eigenen Reihen in die Tat umzusetzen“, prognostizierte der studierte Jurist.

Alexander von Sobeck wie auch sein Kollege vom ARD-Studio Rom, Dr. Michael Schramm, nahmen auch die Ergebnisse der Parlamentswahlen in Italien in den Fokus. Einhellig war die Auffassung, dass das Resultat eine schwierige Regierungsbildung erwarten lasse, da sich noch keine regierungsfähige Koalition absehen lasse. Weder die stärkste Kraft, das vorne liegende Mitte-Rechtsbündnis von Ex-Ministerpräsident Berlusconi, noch die Fünf-Sterne-Protestpartei können das wirtschaftlich angeschlagene Land alleine regieren. Es sei gut möglich, dass die Italiener noch länger für die Regierungsbildung brauchten als wir in Deutschland.
 
Italien zwischen Stillstand und Europaskepsis

Nachdenklich müsse stimmen, dass mehr als die Hälfte der italienischen Wähler populistischen Parteien ihre Stimme gegeben hätten: Rechtsextreme und Europagegner triumphierten. Italien sei das nächste Land in Europa, in dem die politische Landschaft immer komplizierter werde. Das Ergebnis der Wahl sei auch ein Nein zu Europa und schlecht für den Euro. Es sei zu befürchten, dass eine neue Regierung, wann auch immer sie stehen wird, Schwierigkeiten machen und Entscheidungen der Europäischen Union blockieren könnte. So könne man sich vorstellen, dass in der gesamten Asyl- und Flüchtlingspolitik aus Rom künftig immer nur ein Veto kommen könnte.

Das Flüchtlingsproblem wurde auch im Gespräch mit der deutschen Botschafterin bei der Republik Italien Dr. Susanne Wasum-Rainer thematisiert. Eine kontroverse Diskussion entbrannte zwischen Vertretern der AGV und Dr. Wasum-Rainer über die Frage, ob die Öffnung der Grenzen 2015 den Flüchtlingsstrom ausgelöst hat. Die Botschafterin widersprach dieser These vehement, da es zum damaligen Zeitpunkt keine Grenzen in Europa gegeben habe.

Auch die deutsche Chefdiplomatin bei Heiligen Stuhl, Annette Schavan, verteidigte die deutsche Flüchtlingspolitik. Der Papst wisse durchaus, wie herausfordernd Integration für jede Gesellschaft sei. Doch erinnere er uns auch daran, dass Schwierigkeiten mit der Integration keine Ausrede böten, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Denn: „Mit dem Schicksal der Flüchtlinge und unserem Umgang mit ihnen wird der Kern der christlichen Botschaft angesprochen“, bekräftigte die ehemalige Bundeswissenschaftsministerin die Meinung von Papst Franziskus. Die Menschenwürde sei das Fundament unserer Gesellschaft. „Sie ist es wert, immer wieder in politische Entscheidungen übersetzt zu werden“, betonte Schavan Die Asylgesetzgebung gehöre ebenso dazu wie die Gesetzgebung zur Palliativmedizin und zum Verbot gesetzmäßiger Sterbehilfe.

Es sei noch angemerkt, dass über manche interessanten Hintergrundinformationen aus den einzelnen Begegnungen hier nicht berichtet werden konnte, da den Gesprächspartnern darüber Vertraulichkeit zugesichert wurde.
 
Fazit

Am Ende des Rom-Seminars konnte der AGV-Vorsitzende Johannes Winkel nach fünf Tagen mit interessanten Begegnungen und Diskussionen ein positives Resümee ziehen: „Wir konnten einen Ein-blick in die Arbeit der Kurie bekommen und die katholische Kirche als Global Player besser kennenlernen.“ Die Bilanz nach fünf Jahren Pontifikat des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio habe deutlich gemacht, dass Europa „immer weniger das Zentrum der Weltkirche ist und unsere Probleme auf der Weltebene oft nur nachgeordnet von Bedeutung sind“, stellte der Bonner Doktorand fest. Den Seminarteilnehmern sei die „Strategie“ von Papst Franziskus, die Kirche in die Zukunft zu führen, klarer geworden.

Mit Spannung sähen die katholischen Studentenverbände nun auch der Jugendsynode im Oktober 2018 entgegen. „Die Abstimmungen dort werden auch Abstimmungen über den Kurs des Papstes sein“, glaubt der AGV-Vorsitzende. Ein positives Signal sei auch, dass nicht nur über, sondern auch mit jungen Menschen bei der Bischofsversammlung gesprochen werden soll. „Ich erhoffe mir hier offene Diskussionen“, so Winkel.
 

Über die AGV

Die Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände (AGV) ist der größte Zusammenschluss katholischer Studentinnen und Studenten in Deutschland. Sie setzt sich derzeit aus den fünf katholischen Studentenverbänden CV, KV, UV, RKDB und TCV zusammen. Ihre Kernaufgabe ist es, die Belange katholischer Studentinnen und Studenten zu diskutieren und zu bündeln, um sie anschließend öffentlich – in der Politik, in der Kirche und an den Hochschulen – artikulieren zu können. Dazu ist die AGV in verschiedenen Gremien vertreten, ist ein eingetragener Interessenverband beim Deutschen Bundestag und führt im Rahmen der AGV-Dialogprogramme regelmäßig Gespräche mit Spitzenvertretern aus Politik, Kirche, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien.

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